Hilfsaktion nach der Jahrhundertflut

Deutsches Rotes Kreuz, Cuxhavener Nachrichten und Niederelbe-Zeitung unterstützen Menschen im Landkreis Vulkaneifel

In vielen Kommunen in Rheinland- Pfalz und Nordrhein-Westfalen haben die Fluten eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Um Betroffenen schnell und unbürokratisch zu helfen, startet die Aktion „Cuxland hilft“. Foto: Philipp Köhler / DRK

Spendenkonto

› Spenden für die Aktion „Cuxland hilft“ für die Opfer der Flutkatastrophe können auf das Konto der DRK Cuxhaven/Hadeln gGmbH eingezahlt werden:

IBAN: DE08 2925 0000 0193 2531 00
BIC: BRLADE21BRS

Bitte das Stichwort „Cuxland hilft“ bei der Überweisung angeben.

› Bei Beiträgen bis zu 300 Euro reicht der Überweisungsbeleg als Spendenbescheinigung.

KREIS CUXHAVEN. Die Cuxhavener Nachrichten, die Niederelbe-Zeitung und das DRK Cuxhaven/Hadeln ergreifen die Initiative, um Betroffene der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz unbürokratisch zu unterstützen. Im Mittelpunkt steht dabei die Hilfe für Menschen, deren Häuser unter Wasser standen und die beim Wiederaufbau Hilfe benötigen. Partner der Aktion „Cuxland hilft“ ist der DRK-Kreisverband Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz.

Es waren und sind erschütternde Szenen und Bilder, die die Situation in den Hochwassergebieten zeigten. Binnen weniger Stunden wurden kleine Bäche zu metertiefen Flüssen, die durch die Städte und Gemeinden rauschten und Schneisen der Verwüstung hinterließen. Menschen starben, Autos wurden mitgerissen und zahllose Häuser überflutet oder völlig zerstört.

Die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung vor Ort ist groß und auch Freiwillige aus dem Landkreis Cuxhaven beteiligten sich an den Hilfsmaßnahmen in den Krisengebieten und packten bei den Aufräumarbeiten an. Erst nach und nach wurde und wird das ganze Ausmaß der Hochwasserkatastrophe deutlich.

Bereits bei dem Oder- und Elbhochwasser hatten die Niederelbe-Zeitung und die Cuxhavener Nachrichten gemeinsam mit dem DRK die Initiative ergriffen und gezielte Spendenaktionen für bestimmte Projekte in den von der Flut betroffenen Regionen organisiert. Das geschieht auch im aktuellen (Not-)Fall.

Das hiesige DRK hat sich nach Angaben von Geschäftsführer Volker Kamps unter Vermittlung des Landesverbandes und nach zahlreichen Gesprächen für den DRK-Kreisverband Vulkaneifel als geeigneten Projektpartner entschieden. Der Landkreis Vulkaneifel liegt im Nordwesten von Rheinland-Pfalz und hat rund 60 000 Einwohner.

Wichtig, so Kamps, sei eine zielgerichtete Hilfe: „Wir wollen sicherstellen, dass jeder Euro des gespendeten Geldes auch dort ankommt, wo er benötigt wird.“ Mit der jetzt getroffenen Wahl sei er sicher, dass dies auch diesmal der Fall sein werde. Für Ralf Drossner (Geschäftsführer der Cuxhaven-Niederelbe Verlagsgesellschaft) ist es zudem wichtig, dass die Hilfsgelder aus unserer Region gebündelt werden und in ein bestimmtes Projekt fließen – „und wir sind hier eine starke Region“. Mit dem DRK als Partner habe man schon in der Vergangenheit bei derartigen Aktivitäten ausschließlich positive Erfahrungen gesammelt.

„Private und berufliche Existenzen sind durch die Hochwasser-katastrophe bedroht. Wir müssen deshalb schnell und unbürokratisch helfen. Ich versichere, dass alle Spenden unmittelbar für die am dringendsten benötigten Dinge verwendet werden“, betont Dieter Demoulin als stellvertretender Präsident des DRK-Kreisverbandes Vulkaneifel.

Die dortige Landrätin Julia Gieseking erläutert, dass es viele Menschen gebe, die „aktuell nicht zurück in ihre Häuser oder Wohnungen können und wir haben jede Menge Menschen und Familien, die sehr große Schäden an ihrem Eigentum zu verzeichnen haben und dadurch in große – vor allem auch finanzielle Nöte – geraten sind“.

Um diesen Betroffenen schnell und effektiv zu helfen, setzt der DRK-Kreisverband Vulkaneifel bei seiner Hilfsaktion daher einen Schwerpunkt. Da viele Menschen in dieser Region nicht über eine Elementarversicherung für ihr Haus verfügten, da es derartige Überschwemmungen in diesem Ausmaß noch nie gegeben habe,
benötigten sie jetzt unter anderem Bautrockner, Entsorger und Handwerker zur Renovierung ihrer Wohnungen und Häuser.

Text: Egbert Schröder, NEZ



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