Tagespflege Cadenberge

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Startschuss für Millionen-Projekt

Premiere in Cadenberge: Erster Spatenstich für eine Tagespflege-Einrichtung / DRK mit drittem Standort / Betrieb ab Januar 2020

Repräsentanten des Deutschen Roten Kreuzes, der Samtgemeinde, der Gemeinde, des „Amtes für Regionale Entwicklung“ und natürlich der Architekt persönlich griffen zum Spaten, um symbolisch mit den Bauarbeiten zu beginnen. Damit die Tagespflege aber termingerecht Ende des Jahres fertiggestellt ist, sind jetzt die Profis der Baufirmen gefragt.



CADENBERGE. Es war nur ein symbolischer Griff zum Spaten: In den nächsten Monaten sind dann die Bau-Profis an der Reihe. Aber kürzlich erfolgte der offizielle Auftakt für den Bau der ersten Tagespflege-Einrichtung in Cadenberge. Dort sollen künftig rund 18 Plätze zur Verfügung stehen, um Tagesgäste zu betreuen und gleichzeitig pflegenden Angehörigen Freiräume zu verschaffen. Anfang 2020 soll der Betrieb beginnen. Ein knapper Zeitplan: „Aber wir schaffen das“, so Hadelns DRK-Präsident Werner Otten.

Tagespflegeeinrichtungen sind ergänzende und unterstützende Angebote zu häuslicher und ambulanter Pflege. Die Senioren werden morgens mit einem DRK-Bus abgeholt und am späten Nachmittag wieder nach Hause gebracht. In der Einrichtung erfolgt die Betreuung, die von der Zubereitung gemeinsamer Mahlzeiten über Spiele bis hin zu Gymnastikübungen reicht.

Über entsprechende Erfahrungen verfügt das DRK bereits seit etlichen Jahren in Hemmoor, wo die erste Einrichtung dieser Art entstand. Zwischenzeitlich hat das Deutsche Rote Kreuz auch in Cuxhaven einen Standort. Die größte Einrichtung entsteht jetzt in Cadenberge mit 18 Plätzen. An welchen Tagen (von montags bis freitags) die Senioren die Einrichtung besuchen, richtet sich nach dem individuellen Bedarf. Nicht nur die „DRK Cuxhaven/ Hadeln gGmbH“ sieht in dem Vorhaben die Möglichkeit, die absehbare demografische Entwicklung der Bevölkerung mit der Zunahme von pflegebedürftigen Menschen unterstützend zu begleiten. Auch Kristof Köhler (Amt für Regionale Entwicklung) unterstrich die Bedeutung eines solchen Angebotes, für das es auch Fördermittel aus einem EU-Förderprogramm gibt. Zudem engagieren sich der DRK-Landesverband und das Deutsche Hilfswerk an dem Bau der Tagespflege-Einrichtung.

Werner Otten bedankte sich seitens des Roten Kreuzes bei der Gemeinde für die Unterstützung. Deren stellvertretende Bürgermeisterin Carmen Sodtke begrüßte das DRK-Engagement in der Kommune. Die Tagespflege leiste einen Beitrag dazu, dass ältere Menschen möglichst lange in ihrer gewohnten Umgebung bleiben könnten.

Erfahrung mit der Umsetzung derartiger Bauvorhaben hat Architekt Georg Klaus (Hannover) in den vergangenen Jahren insbesondere in enger Abstimmung mit dem damaligen Projektverantwortlichen und heutigem neuen DRK-Geschäftsführer Volker Kamps gesammelt.

Klaus rechnet damit, dass Ende des Jahres die Baufirmen, die zum großen Teil aus der Region kämen, das Gelände verlassen haben und die Einrichtung Anfang 2020 geöffnet wird: „Wir kriegen das hin“, so Klaus. Das wird nicht nur Werner Otten freuen.

Text: Egbert Schröder (NEZ/CN)

Baubeginn rückt in greifbare Nähe
Baubeginn rückt in greifbare Nähe