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Lustspiel in drei Akten – „Sexskandal in Wanna“

Gelungene Theaterpremiere mit Hadler Hochzeitssuppe

In Wanna stehen die Bürgermeisterwahlen vor der Tür. Da geht es aber nicht nur um den üblichen Parteienstreit, sondern auch um die alte Feindschaft der früheren Ortsteile Oster- und Westerwanna, die durch die Gebietsreform zwangsweise zur Großgemeinde Wanna zusammengelegt wurden. So stammt Bürgermeister Erasmus Grantelhuber (Hans-Werner Beckmann) aus Westerwanna und sein Herausforderer Balduin Hinterhofer aus Osterwanna. Das sind natürlich „unüberbrückbare“ Gegensätze, so in dem Lustspiel Sexskandal in Wanna, gespielt von der Theatergruppe des DRK Ortsverein Wanna.
Die Theatergruppe des DRK Ortsverein Wanna hat unter der Regie von Ferdinand Lüken –Klaßen Paul Adams Lustspiel in drei Akten einstudiert. Am Freitagabend bei der Premiere zum ersten Mal auf der Bühne dieses köstliche Werk und Sonntagnachmittag gab es dann bei Kaffee und Kuchen eine Wiederholung im Festsaal „Zur Post“.
Denn in großer Zahl, bei beiden Veranstaltungen, erschienenen Besuchern wurde eine vergnügliche Vorstellung bereitet. Vorsitzender Ferdinand Lüken-Klaßen konnte dazu beide Male ein volles Haus begrüßen.
Dieter Adam hat mit seinem „Sexskandal in Wanna“ wieder eine handfeste Komödie geschaffen, die ihren tiefen Sinn nicht entbehrt. Es geht dabei nicht nur um den üblichen Parteienstreit, sondern auch um die alte Feindschaft der früheren Ortsteile Westerwanna und Osterwanna. Die Aufführung war erstklassig. Hans-Werner Beckmann war als Bürgermeister Grantelhuber eine glänzende Type. Ein richtiger alter Quäsbüdel und Geizkragen. Jan-Ole Weis stand ihm als Gegenkandidat nichts nach. Das waren natürlich unüberbrückbare Gegensätze, die auch nicht dadurch gemindert wurden, dass Grantelhuber eine „Mischehe“ führt und die Kinder der beiden Kontrahenten Grantelhubers Tochter Claudia (Imke Schmitz) und Hinterhofers Sohn Thomas (Jannik Heinsohn) sich lieben und heiraten wollen. Dies ist mit allen Mitteln zu verhindern, vereint die beiden Wahlkampfgegner zu einer unheiligen Allianz. Aber da gibt es leider noch weitere Gemeinsamkeiten des Bürgermeisters und seines Gegenkandidaten. Beide waren gegenüber dem weiblichen Geschlecht und dies außerhalb der Ehebindungen – nicht gerade standhaft. Dies blieb weder den konservativen Westerwannaern noch den beiden Ehefrauen Veronika Grantelhuber (Yvonne Pröpper) und Fanny Hinterhofer (Corinna Hillebrand) verborgen. Damit ist sowohl der politische als auch der familiäre Skandal perfekt verborgen. In weiteren Rollen spielten Zenzi Obermoser, Grantelhubers geschwätzige, klatschsüchtige und streitsüchtige Schwägerin (Katrin Stein), Susanne Brandstätter unangemeldeter Besuch und uneheliche Tochter (Dorothea Hoffmann) und ein Sex-Club Besitzer, Geschäftspartner von Zenzi, gespielt von Ferdinand Lüken-Klaßen. Als Souffleuse trat Maren Zimdars kaum in Erscheinung.
Intensiv war die Probenzeit für die neun „Laienschauspieler“ auf jeden Fall. Einen Sonderakt lieferten auch die beiden „Neuen“ in der Truppe, Jannik Heinsohn und Dorothea Hoffmann, sie machten ihre Sache ausgezeichnet und ernteten kräftig Applaus für ihre Premiere. Denn die Premiere des Stückes „Sexskandal in Wanna“ vor ausverkauftem Haus war am Freitag, 9. März, vorweg mit Hadler Hochzeitssuppe und am Sonntagnachmittag mit Kaffee und Kuchen, war der Festsaal beide Male bis auf den letzten Platz gefüllt. Umso erfreulicher für die Organisatoren, denn den in großer Zahl erschienenen Besuchern wurde eine Vergnügliche Vorstellung bereitet. Die Zuschauer zeigten sich am Ende der Vorstellungen sehr angetan vom spielerischen Ergebnis und lieferten regen Applaus. Vorsitzender Lüken-Klaßen bedankte sich bei den Laienschauspielern und dem großen Helferteam, ohne Euch hätten wir es gar nicht durchführen können. Die nächste Aufführung des Lustspiels „Sexskandal in Wanna“ findet am Sonntag, 8. April statt. Beginn ist um 18.00 Uhr, vorweg gibt es dann wieder die leckere Hadler Hochzeitssuppe im Festsaal „Zur Post“, Landesstrasse 147 in Wanna.

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