Über uns

Haus Am Dobrock Abschied Frau Duhn

„Tschüß-Sagen“, …so richtig, …dass fällt schwer.

„Hallo und moin moin, ich bin die Gisela!“ Unzählige Male habe ich so oder ähnlich die Bewohner im Cadenberger Haus Am Dobrock begrüßt. Immer dann, wenn ich sie in den Hausgemeinschaften oder im Bewohnerzimmer als Betreuungsassistentin besuchte. Ich hatte täglich meinen weißen Häkelbüdel dabei. Alle Bewohner wussten, der gehört zu mir. Sie erinnerten mich, wenn ich ihn beinahe bei ihnen vergessen hätte. Und ich hoffte immer, für alle Stimmungslagen etwas darin zu finden. Meine Ohren und der Mund waren auch immer auf Sendung. Die Bewohner und ich, wir haben uns viel erzählt, auch mal auf platt. Ich habe viel von ihnen erfahren, sie kennengelernt und sie ins Herz geschlossen. Auch dann, wenn unsere Kommunikation andere Wege als die Sprache finden musste.
In der Vor-Corona-Zeit hatten wir auch gemeinsam viel Spaß in unseren regelmäßigen Gruppenaktivitäten, bei den Festen und anderen schönen Veranstaltungen, die in Erinnerung bleiben werden.

In meinem gesamten 42-jährigen Berufsleben waren hier im Haus Am Dobrock die schönsten 5 Jahre. Doch nun war es Zeit mich zu verabschieden um in den Ruhestand einzusteigen. Die Idee, mich mit einer roten Rose von jedem Bewohner zu verabschieden, fand ich sehr schön und nahm sie dankend auf. Aber auch die Rosen änderten nichts an der Tatsache, dass es nun mal ein Abschied ist. Auch noch mal „Tschüß“ sagen zu den Kolleginnen in unserem kleinen Betreuungsteam. In einer aufmunternden Karte mit sehr vielen Unterschriften steckte ein Gutschein für Pflanzen. Ich werde auf jeden Fall zwei Apfelbäumchen aussuchen für meinen Garten.
Sehr gefreut habe ich mich auch über die schönen Blumen und die anerkennenden Abschiedsworte von Herrn Kästner.
Naja, und wenn Corona uns nicht mehr regiert, gibt`s ja auch noch das Ehrenamt, um mal wieder ins Haus zu kommen… Meine Gedanken sind noch oft dort.

Eure Gisela Duhn

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