Über uns

Ausflug zum Klimahaus

An einem Tag einmal um die Welt. Mit Abstand und Mund-Nasen-Schutz lässt es sich trotzdem abenteuerlich reisen.

In den Herbstferien machten sich sechs Kinder im Alter von 10-12 Jahren und drei Sozialpädagoginnen der Jugendhilfestation auf eine kleine Abenteuerreise. Von Cuxhaven ging es zunächst zum Startpunkt der 2-stündigen Weltreise: Das Klimahaus Bremerhaven 8° Ost. Vor Reiseantritt wurden nochmals die AHA-Corona-Regeln besprochen. Dann konnte es los gehen. Mit einem Quiz zu den verschiedenen Destinationen in der Hand und dem Mund-Nasen-Schutz im Gesicht erreichte unsere Reisegruppe nach einer kurzen Zugfahrt auf den Spuren des Reisenden Axel Werner, ihr erstes Ziel. In der Schweiz wanderten wir an weidenden Kühen vorbei durch die Berglandschaft und lernten dabei etwas über Gletscher, deren Schmelze sowie die Ursachen und Auswirkungen für Mensch, Tier und Umwelt. Nach dem Aufstieg zum Gipfelkreuz ging es weiter zum nächsten Zielort. Auf Sardinien erwartete uns die Landschaft aus der Insektenperspektive. Durch das Steuern des Wettergeschehens auf der Mittelmeerinsel wurden die Kinder zu kleinen Metereolog*innen und erlebten so hautnah Hitze, Regen und Monsunwinde. Weiter entlang des Längengrades 8° Ost wurden wir dann plötzlich mit Dürre, Trockenheit, Sand und Weite konfrontiert. Die charakteristischen Elemente der Steinwüste in Niger zeigten uns die Herausforderungen des alltäglichen Lebens unter Wasserknappheit auf. Nach einem Marsch durch den trockenen Sand konnten wir uns an unserer nächsten Reisestation vor Wasser gar nicht retten. Im feuchtheißen Klima des Regenwaldes in Kamerun kamen wir ganz schön ins Schwitzen. Vielleicht lag es aber auch daran, dass unsere Balancierkünste über eine Hängebrücke durch die Flusslandschaft mit lebenden Wassertieren auf die Probe gestellt wurden. Entlang dichter Blattbestände mussten wir am Ende jedoch die erschreckenden Fakten über die Abholzung des Regenwaldes mit anschauen. Nach dieser hitzigen Erfahrung kam die Abkühlung in der Antarktis gerade richtig. Ein kurzer Weg bei 6° Minus und frostigem Wind durch das ewige Eis zur Polarstation Neumayer ließ nicht nur die kleinen Weltenbummler*innen bibbern. Eine Zeittafel verdeutlichte anschaulich die Spuren des Klimawandels anhand der Veränderungen der Landeismassen in der Antarktis. Ein Sternentunnel, welcher zum Verweilen und Träumen einlud, führte unsere Reisgruppe der Sonne entgegen an ihr nächstes Ziel. Am Sandstrand der Südseeinsel Samoa, mit türkisblauem Wasser und Palmen, hielten wir bei ca. 30° kurz inne und genossen die Zeit auf dem kleinen paradiesischen Inselstaat mit Blick auf die exotischen bunten Fische und dem Meeresrauschen im Ohr. Unsere kleine Weltreise führte uns dann weiter nach Alaska, wo wir etwas über das traditionelle Leben der Menschen in der Tundra und den Robben- und Walfang lernten. Auf einer Art Trampolin aus Walrosshaut konnten die Kinder ihre Sprungfähigkeiten zur Sichtung wilder Tiere testen. Das vorletzte Ziel ist unserer norddeutschen Reisegruppe gar nicht so unbekannt gewesen. In der Mitte der Hallig Langeneß fanden wir ein trockenes Plätzchen zum Schutz vor dem auflaufendem Wasser und der Sturmflut. Das Geschrei der Möwen erweckte ein Gefühl von Heimat. Das Ende der Weltreise und unser Start- und Zielort Bremerhaven konnte nicht mehr weit entfernt sein.
Diese aufregende Erlebnistour entlang des Längengrades 8° Ost ließen wir bei einem leckeren Eis noch einmal Revue passieren. Dabei wurden die Eindrücke und Erlebnisse aller Weltreisenden gesammelt und das Quiz besprochen - alle kleinen und großen Entdecker*innen haben an diesem Tag viel dazu gelernt und ihren Horizont, entlang des 8° Längengrades, erweitert.

zurück zur Übersicht