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Dramatisches Szenario bei Großübung im Zentrum von Hemmoor

Eigentlich wollten sich die Mitglieder der DRK Bereitschaft Hemmoor sowie die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Warstade und Heeßel schon so langsam auf das Wochenende einstimmen.

Aber da wurde ihnen am Freitagabend um 18.26 Uhr ein "Strich durch die Rechnung" gemacht.
Alarm für 16 Mitglieder der DRK-Bereitschaft aus Hemmoor und vier Mitglieder der DRK-Bereitschaft Cadenberge sowie für die Freiwillige Feuerwehr Warstade mit einer dramatischen Ausgangslage.
Was war passiert? Aus zwei großen Büros im Zentrum von Hemmoor zwischen Vodafone und City Grillhaus quoll dichter Rauch aus Fenster und Türen. Als die Feuerwehr und die DRK- Bereitschaften eintrafen, wurden sie von Passanten darüber informiert, dass laute Hilferufe aus den Büros zu hören seien und dass mindestens sechs Personen dort vermisst würden.
Die Feuerwehr Warstade hatte die Aufgabe, sechs Verletzte, davon vier Schwerverletzte, aus dem dicht verqualmten Gebäuden zu retten und an die DRK-Bereitschaften Hemmoor und Cadenberge zu übergeben, damit diese sie dann fachgerecht versorgten.
In der Zeit, als die Feuerwehren mit der Rettung beschäftigt waren, bauten die DRK-Bereitschaften flugs ein Zelt auf, in dem die Verletzten dann behandelt und betreut wurden.
Jürgen und Sascha Lange von der DRK-Bereitschaft Hemmoor sowie der Ortsbrandmeister Marcel Wenk von der Freiwilligen Feuerwehr Warstade waren verantwortlich für diese Übung. Sie war so realistisch dargestellt, dass sogar Passanten beruhigt werden mussten, die den dichten Rauch, der mit Nebelmaschinen hergestellt wurde, für echt hielten.
Solche Übungen in Echtzeit sind für DRK-Bereitschaften und Feuerwehren sehr wichtig, damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt. Jede Sekunde zählt, wenn im Ernstfall Verletzte zu beklagen sind, damit umgehend mit der Verletztenversorgung begonnen werden kann.
Die DRK-Bereitschaften werden darauf geschult, die Symptome schnell zu erkennen und die fachgerechte Versorgung vorzunehmen. Eine schwere Verbrennung muss eben anders behandelt werden als zum Beispiel ein Knochenbruch oder eine Kopfverletzung.
Jeweils drei Mitglieder des Hemmoorer Jugendrotkreuzes und drei Mitglieder der Warstader Jugendfeuerwehr nahmen die Rolle der Verletzten wahr.
Die letzten Arbeiten wurden dann von der Freiwilligen Feuerwehr Heeßel durchgeführt. Sie setzten einen Druckbelüfter ein um den letzten Nebelmaschinenqualm zu beseitigen.
Im Anschluss an die Übung gab es Manöverkritik. Danach stimmte man sich im DRK-Familienzentrum bei Kartoffelsalat und Würstchen und einem angemessenen Getränk auf das wohlverdiente Wochenende ein.
Ein herzliches Dankeschön an alle Freiwilligen Feuerwehrleute aus Warstade und Heeßel, an den stellvertretenden Gemeindebrandmeister Joachim Stach und an die DRK- Bereitschaften Hemmoor und Cadenberge für diese tolle Übung. Dank gilt aber auch den vier Mitgliedern der benachbarten DRK- Bereitschaft aus der Wingst, die als Beobachter fungierten und auch ein großes Danke an die DRK-Ortsvereine Warstade und Basbeck, die den Kartoffelsalat zubereitet hatten und die Bewirtung übernahmen.
Fotos: Mit freundlicher Genehmigung der Niederelbe-Zeitung (Foto: Kramp)



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