Archiv 2014

Über uns >> Archiv 2014

Ein Skorpion zu Gast in der Kita Armstorf

Pastor Peter Seydell und seine Ehefrau Imme Koch-Seydell aus Lamstedt staunten nicht schlecht, als sie nach ihrer Urlaubsreise die Koffer auspackten und einen kleinen schwarzen Skorpion in ihren persönlichen Sachen entdeckten.

Sie hatten Ferien in der südlichen Toskana bei Pitigliano, 30 Kilometer vom Lago di Bolsena, gemacht und in ihrem Getränkekorb hatte sich das Spinnentier eingenistet. Ein Mitbringsel mit dem man eigentlich nicht den unmittelbaren Kontakt sucht. Ehepaar Seydell wandte sich an den Zoo in der Wingst und erkundigte sich nach den Lebensgewohnheiten des Tieres. Sie erhielten von den Fachleuten Tipps und erfuhren Wissenswertes über die Versorgung eines Arachnida. Der „kleine Italiener“, der liebevoll „Elmo“ genannt wurde, ernährt sich von Kellerasseln und liebt lebende Spinnen. Von der Existenz des Einwanderers erfuhren die Kinder der DRK-Kindertagesstätte Armstorf von Margret Wiesen, die sich immer sehr mit der pädagogischen Einrichtung verbunden fühlt. Die Armstorferin bringt häufig Anschauungsmaterialien in die Kita oder vermittelt Kontakte. „Ich bin auch ein Skorpion“, erklärte Janne, die im Oktober Geburtstag hat und ihr Sternzeichen genau kennt. Das Interesse der Jungen und Mädchen aus Armstorf, einen echten Skorpion einmal aus nächster Nähe zu sehen, war sehr groß. Elmo wurde aus dem Lamstedter Pfarramt abgeholt und verbrachte einen Tag in Armstorf. Die Kinder schauten gebannt zu, wie sich das Spinnentier bewegte und beobachteten die Nahrungsaufnahme. Auch die Schülerrinnen und Schüler der 1. + 2. Klasse der Grundschule in Armstorf wurden eingeladen, sich das Tier anzuschauen. Das Heimatland des Gliederfüßers endeckten die Kinder auf dem Globus und als Leseübung diente das große Tierlexikon. Die Bemühungen, für den Skorpion einen geeigneten Lebensraum zu finden, sind seit dem Einzug ins Lamstedter Pastorenhaus im September fehlgeschlagen. „Obwohl Skorpione Einzelgänger sind, möchten wir Elmo gerne eine artgerechte Lebensweise bieten“, erklärte Pastor Seydell und hofft auf eine Übersiedlung in ein artgerechtes Terrain.

zurück zur Übersicht