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Küstenmarathon 2017

Bereitschaft Nordleda war vor Ort

„Der Termin Küstenmarathon ist mittlerweile ein fester Bestandteil in unserer Bereitschafts-Jahresplanung. Trotzdem kann man sagen, dass Planung, Organisation und Durchführung immer wieder eine neue Herausforderung darstellen. Manch einer mag sich fragen, warum? Außenstehende könnten denken, wenn man für dieses Sportereignis einmal den Sanitätsdienst gestellt hat, dann gibt es doch feste Planungsinhalte und man muss sich nur daran orientieren. Ganz so einfach ist es jedoch leider nicht. Unheimlich viele Kriterien müssen berücksichtigt werden: Wie viel Personal wird gebraucht? Hat sich die Strecke verändert? Mit wie vielen Teilnehmern wird gerechnet? …

Etwa ein Vierteljahr vor dem Veranstaltungstag habe ich mit der Detailplanung begonnen. Eine Stichpunktliste mit schon bekannten Fakten wurde erstellt und laufend ergänzt. Immer im Hinterkopf, dass sich noch Veränderungen ergeben können.

Bereits ab Jahresbeginn konnten sich die Bereitschaftsmitglieder in eine Personalplanungsliste eintragen, so dass jederzeit erkennbar war, wie viele Kräfte noch gebraucht werden. Da einige unserer Mitglieder auch Kinder haben, gibt es bei uns die familienfreundliche Lösung, dass die Kinder mitkommen können, wenn es der Rahmen der Veranstaltung zulässt. Nachdem die Personalfrage geklärt und festgelegt war, dass vier Stationen besetzt werden müssen, war noch der Punkt "Notarzt" ungeklärt. Auch das war relativ schnell erledigt.

Danach stellte sich die Fahrzeugfrage: Welche Fahrzeuge werden benötigt? Der Bereitschaft Nordleda stehen zwar schon einige Fahrzeuge zur Verfügung (zwei Busse, ein Rettungstransportwagen sowie ein Anhänger), aber bei solch einem Einsatz reichen diese Fahrzeuge nicht aus. Hier hieß es, bei anderen DRK-Ortsvereinen und DRK-Kindertagesstätten Fahrzeuge auszuleihen und sie für den Tag schon mal zu reservieren. Das Telefon war eines der Mittel zur Verständigung. Auch erledigt!

Dann begann die Einteilung der Kameradinnen und Kameraden für die einzelnen Stationen. Auch hier immer mit der Maßgabe, eventuelle Veränderungen kurzfristig vornehmen zu können. Bei der Besetzung musste darauf geachtet werden, dass wir sanitätsdienstlich ausgebildete Leute auf den Stationen haben. Ebenso musste der RTW mit Fachpersonal besetzt werden.

Anschließend stellte ich mit Unterstützung einiger Helferinnen und Helfer die Materialbedarfsliste zusammen und, aufgrund der schon gesammelten Erfahrungen, kam neuer Bedarf hinzu. Wir möchten uns ja auch verbessern und ein schöner Nebeneffekt ist, dass dadurch auch manches einfacher wird.

Zudem musste auch an Getränke und Verpflegung für diesen Tageseinsatz gedacht werden. Der Veranstalter stellte zwar immer ein Lunchpaket zur Verfügung, aber das reichte bei weitem nicht aus. „Ohne Mampf kein Kampf!“ Ich besorgte Getränke für die Mannschaft in ausreichender Menge sowie für die evtl. erforderliche Versorgung der Läufer isotonische Flüssigkeiten. Und ganz wichtig: Becher zum Trinken. Und wieder konnte ein Häkchen auf der Planungsliste gesetzt werden.

Beim Punkt „Mittagessen“ haben wir uns in diesem Jahr neu orientiert, da in der Vergangenheit transportbedingt teilweise kaltes Essen verzehren werden musste. Unsere Ortsvereinsvorsitzende Hannelore Neufeldt hatte die zündende Idee und setzte sich kurzerhand mit dem Küchenteam vom Otterndorfer Haus am Süderwall in Verbindung.

Schnell war der 10. September erreicht und es ging los: Treffen aller beteiligten Helferinnen und Helfer, einschließlich der Kinder und auch aller Fahrzeuge fand am Kreisverbandshaus statt. Die Fahrzeugkolonne setzte sich in Bewegung. Am Einsatzort START/ZIEL wurde die erste DRK-Station aufgebaut. Dann rückten nach und nach die Mannschaften zu den anderen Stationen ab und besetzten diese. Ein Blick zum Himmel bescherte gute Laune: die Sonne lachte – und das den ganzen Tag über.

Die Veranstaltung begann, die ersten Läufer und Läuferinnen gingen auf die Strecke. Einer der Höhepunkte war (und ist es in jedem Jahr erneut) der BAMBINI-Lauf. Hier ist dann auch bei uns erhöhte Wachsamkeit angesagt. Die Helferinnen und Helfer verteilten sich an der Strecke, um im Notfall schnell eingreifen zu können. Danach folgte die Erleichterung: „Hurra, es ist nichts allzu Ernstes passiert!“

Manch einer mag denken, dass es auch Phasen gibt, in denen Langeweile entsteht. Aus meiner Sicht kann ich sagen, dass dem nicht so war. Dies betraf die Start- und Ziel-Station.
An den anderen Stationen mag es so sein, da sich diese an der Laufstrecke befanden und dort eben die Marathonläuferinnen und Läufer bewegten. Man ist ja nicht nur als DRK-Helfer vor Ort. Zwischendurch wurden auch Fragen nach der nächsten Toilette oder andere Fragen beantwortet. Die Tätigkeiten der Helferinnen und Helfer vor Ort erstrecken sich nicht nur auf das Pflasterkleben, wie es häufig so heißt. Unser RTW musste auch in den Einsatz. Diesmal wurde er sogar für einen Einsatz angefordert, der nichts mit der Veranstaltung zu tun hatte.

Mittags holten dann wie vereinbart zwei Bereitschaftsmitglieder das Essen vom Haus am Süderwall ab und verteilten es. Sehr zu unserer Freude wurde das Essen in Thermen geliefert und es gab kein Einweggeschirr. Das hat sich aus meiner Sicht definitiv gelohnt: Umwelt, Serviertemperatur und Geschmack hatten profitiert. Für die Einsatzkräfte gab es Rinderbraten, Kartoffeln, Schwarzwurzelgemüse, Soße und Nachtisch. Und sogar an die Kinder hatte das Küchenteam gedacht: Für die Kids gab es Schnitzel. Das Mittagessen kam bei allen Beteiligten gut an, und der Entschluss steht fest: "Das machen wir im nächsten Jahr wieder!" An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an das Küchenteam vom Haus am Süderwall!

Das Ende der Veranstaltung rückte dann auch näher. Die Stationen wurden geräumt und abgebaut. Wer jedoch meint, dass auch für die Helferinnen und Helfer der Einsatz an dieser Stelle beendet war, der hat sich getäuscht. Für uns hieß es jetzt Fahrzeuge waschen, tanken und zurückbringen sowie das Material wieder zurückführen an den Standort. Abschließend folgte noch eine Nachbesprechung mit fast allen Beteiligten und dann konnte ich sagen: „Der Einsatz ist beendet.“

Aus Sicht der Helferinnen und Helfer war es ein toller Einsatz. Dem kann ich mich nur anschließen. Danke!“

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