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Wohnen und Leben im Alter

Kürzlich fand im Rahmen des Seniorennachmittages vom DRK-Ortsverein Hemmoor (Basbeck/Warstade) im DRK-Familienzentrum Hemmoor ein sehr interessanter Vortrag zum Thema Wohnen und Leben im Alter statt.

Der Vortag wurde vom Ehrenamtskoordinator Bernward Kaltegärtner, der auch als ehrenamtlicher Wohnberater des Landkreises Cuxhaven ausgebildet ist, gehalten. Man solle sich einmal sein Zuhause ansehen und schauen, ob die Dinge, die im Hause stehen auch wirklich alle da sein müssen. Viele wissen, dass nicht alles mehr gebraucht wird, aber niemand möchte sich von etwas trennen, was bereits schon viele Jahre da ist. Ein Wohnberater kann dabei anhand einer Checkliste helfen und beraten. Los geht es bereits im Bereich vieler Hauseingänge, die teilweise zugewachsen oder mit irgendwelchen Gegenständen zugestellt sind. Ebenso ist ein zweites Geländer zum Festhalten oftmals bei Senioren hilfreich, um die Stufen leichter hochzukommen. Weiter geht es in den Fluren. Häufig liegen dort Läufer, die als Stolperfalle gelten. Ein ganz großes Manko in vielen Seniorenhaushalten ist das Licht. Vielerorts hängen noch sehr alte Beleuchtungskörper in den Häusern, die zwar Licht bringen, aber nicht ausreichend hell leuchten – oder es gibt nur einen Lichtschalter im Zimmer, den man im Dunkeln schlecht findet. Hier sollte man schnell Abhilfe mit LED-Beleuchtung und Bewegungsmeldern schaffen. Das erleichtert das Gehen im Dunkeln sehr. Um das Aufstehen aus dem Bett oder vom Lieblingssessel zu erleichtern, gibt es Hülsen aus Holz, die man unter jedes Möbelteil stellen kann, damit sich das Möbelstück erhöht. Selbst Kühlschrank, Waschmaschine oder Geschirrspüler und Trockner kann man durch Erhöhungen viel leichter erreichen. Ebenso gibt es für das Bad sehr viele Hilfsmittel: Griffe zum Festhalten oder Toilettenerhöhungen. Teilweise werden die Kosten für Hilfsmittel sogar von den Krankenkassen auf Rezept vom Arzt gezahlt. Wenn man im Hause aufgrund einer körperlichen Einschränkung etwas umbauen muss, kann man im Vorwege einen Antrag auf Zuschuss bei der Pflegekasse stellen. Bis zu 4.000 Euro Bezuschussung sind möglich.
Zudem ist eine Bezuschussung von der Pflegekasse für die Nutzung des Hausnotrufsystems in Höhe von 18.36 Euro monatlich möglich. Die verbleibenden Kosten (16.04 Euro) können steuerlich abgesetzt werden. Die Betätigung des Hausnotrufsenders, egal ob Tag oder Nacht, löst unverzüglich eine Wirkungskette aus, damit dem Betroffenen schnellstmöglich geholfen werden kann. Nähere Infos hierzu gibt es telefonisch beim DRK: (0 47 21) 42 24 25
Wer eine Wohnberatung in Anspruch nehmen möchte, kann sich gerne telefonisch bei Frau Vetter vom Seniorenservicebüro des Landkreises Cuxhaven melden: (0 47 21) 66 22 59.

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